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Veröffentlicht am 28 Jun 2013

Hitlist der 10 dümmsten Reaktionen auf sichtbare muslimische Identität

Hitlist der 10 dümmsten Reaktionen auf sichtbare muslimische Identität

Das Selbstbild und Selbstwertgefühl soll hauptsächlich bestimmt sein von einem starken Charakter. Ist dem nicht so, übernehmen andere diese Aufgabe mit verheerenden Resultaten. Als Muslim ist man einem besonderen Druck ausgesetzt, man muss damit zurecht kommen und das wird tatsächlich schon von den kleinsten verlangt, sobald die eigene Persönlichkeit auch nur den leisesten Hinweis auf die Religionszugehörigkeit gibt und sei es nur der Name. Dieser permanente Druck lässt sich einen oft genug ohnmächtig fühlen und versetzt einen abwechselnd in Wut und Resignation. Dabei sind es doch meist „nur“ Worte, die allerdings wie Waffen eingesetzt werden.

Es gibt somit genug eigene Erfahrungen aus dem Alltag oder aus den einschlägigen Medien, so dass man keinen speziellen Anlass suchen muss. Und auch auf das Risiko hin, dass keiner den Text liest, weil dessen allgegenwärtiger Gegenstand nervt und deprimiert, eröffne ich mit folgender Liste dieses uns allen bekannte Thema.

Hitlist der 10 dümmsten Reaktionen auf sichtbare muslimische Identität:

WARNUNG! Diese Liste entstammt nicht meiner Feder. Diese Aussagen habe ich im Laufe der Jahre gesammelt, aus meiner eigenen Erfahrung und aus den Erzählungen der anderen. Daher bitte ich einige der deftigeren Beispiele zu verzeihen.

1. Du sprechen Deutsch?

(Entschuldigen Sie, ich möchte gesiezt werden.)

2. Trägst du auch unter der Dusche Kopftuch?

(Kein Kommentar)

3. Schlägt Dich Dein Mann?

(Ja, immer vor dem Schlafengehen, das macht mich richtig scharf!

4. Wie könnt Ihr nur so leben?

(Alle Muslime sind leidenschaftliche Masochisten.)

5. Verbietet Dir Deine Familie zu arbeiten? (an die Schwestern im Glauben)

(Ja, bis ich meinen Schulabschluss gemacht habe.)

6. Willst Du wirklich bis zu Deiner Hochzeitsnacht Jungfrau bleiben?

(Einen Versuch ist es wert!)

7. Darfst Du keine kurzen Sachen tragen? (an die Schwestern im Glauben)

(Ich will nicht. Nichts zu danken, dass ich Euch meine Blöße nicht aufdränge. Beizeiten könnt Ihr mir den Gefallen erwidern.)

8. Rasiert Ihr Euch die Beine?

(Nein. Und wir waschen uns auch nicht die Haare. Sieht ja keiner!)

9. Darfst Du Tanga tragen?

(Solange ich ihn nicht übers Kopftuch ziehe.)

10. Behältst Du Dein Kopftuch beim Sex auf?

(Das Kopftuch wird uns nach der Geburt an den Kopf getackert, wir können es nicht mehr abnehmen.)

 

ANMERKUNG:

Dieser Beitrag ist dem ausgiebigen Bedauern unserer selbst gewidmet, bzw. dem, was wir uns sonst jeden Tag außerhalb der eigenen vier Wände antun müssen, sollten wir es wagen, uns als religiös zu outen. Und er ist uns allen als Menschen gewidmet, da es uns anscheinend wahnsinnig schwer fällt, uns unter diesem medialen Dauerbeschuss Menschlichkeit zuzugestehen und keinen kalten und oberflächlichen Perfektionismus aufzuzwingen bzw. aufzwingen zu lassen. Und unter Menschlichkeit fällt nun mal auch hilflose Wut, infantile Zickerei, müde Resignation, aggressive Argumentation … das ließe sich weiter fortführen.

Die Liste oben soll dabei helfen, auch mal polemisch auf die eigene Schmerzgrenze hinzuweisen. Sie ist ein Zugeständnis an die eigene Frustration, sie deutlich formulieren zu dürfen.

Frau Schmidt

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